++Texter gesucht++Online-Marketing auf den Punkt++Werbetexter 2.0++Kompaktwissen Internet Marketing++Cross Media Marketing++Social Media Management++

Entwicklungs-Deutschland Marketing-Kommunikation. Was steckt dahinter?

Endstation Sehnsucht: Marketing, Marketing-Kommunikation, Marken-Positionierung, CI, CD, Werbung, Online- und Content Marketing, Social Media Marketing… Die Deutschen haben’s einfach nicht drauf. Die deutschen „Marketing-Experten“ ringen auf den allerhöchsten Etagen kleinerer wie großer Unternehmen verzweifelt nach Orientierung – es sei denn, ein „Ami“ ist mit an Bord. „Markenführung? Selbstverständlich machen wir kontinuierlich Werbung!“ Aua, aua, tut das weh!

Die Deutschen hatten noch nie eine Marketing-Ausbildung

Meiner Meinung liegt das verzweifelte, deutsche Problem – und mal ganz abgesehen vom Deutschen Markenreport 2014″ – in der Hilflosigkeit einer nicht existenten profunden Marketing  (-Kommunikation) -Ausbildung. Will man der mangelhaften deutsche Markenkompetenz von Seiten deutscher Marketiers (inklusive der Agentur-Chefetagen) noch ein Stück tiefer auf den Grund gehen, dann wird’s richtig unterirdisch…

Die Deutschen haben keine Kultur (mehr)

Man vertraut in erster Linie technischem und kaufmännischem Wissen. IT, Informatik und BWL haben mit Marketing im Grunde aber rein gar nichts zu tun. Das kapiert hierzulande irgendwie keiner (oder täusche ich mich?). Marketing ist Philosophie, Soziologie, Psychologie und: ganz, ganz viel Kultur, capisce?

Aber das haben die Deutschen der Post- und Cybermoderne nie verstanden. Technik, Technik, Technik, Programmierung, Programme, Software. Soft Skills, Schlüsselqualifikationen? Nix da, nada, niente. Mit Soft Skills meine ich vor allem auch „Kultur“ und soziale Intelligenz.

Deutschland, ehemalige Kulturnation Nummer 1

Wo stehen die Deutschen unserer Zeit als ehemalige Kulturnation Nummer 1 in der Welt. (Wo sind sie denn abgeblieben, die deutschen Umberto Ecos?) Sie sind „Ökonom“, „Effizienz-Geier“ und fragen Sich jetzt: „So what? Funktioniert doch.“ Aufgepasst, denn unser „Wirtschafts“ und Ausbildungs-System ist ganz schön kaputt. Ganz zu schweigen von den („selbstverständlichen“) über zwei Billionen Euro an Staatsverschuldung…

Kein Marketing ohne Kultur, Grips und Kreativität

Kunst, Film…? Die Deutschen bilden weltweit das Schlusslicht innerhalb der „Kulturnationen“ hinsichtlich allem, was Grips mit Kultur und Kreativität verbindet (abgesehen vom Automobil, dem Fußball – ach ja, da wäre noch der Journalismus. Seltsam, hier klappt’s mit der „Kultur der intelligenten Kommunikation“).

Ich bitte an dieser Stelle gleich mal um Verzeihung, wenn ich jemandem Unrecht tue. Es geht mir nicht um den Einzelfall, Überflieger gibt’s überall. Es geht um ein Strukturproblem, um eine inzwischen (zu) lang anhaltende Negativ-Tendenz, die mittelfristig für Deuschtland auch politökonomisch sehr gefährlich werden könnte.

In aller Deutlichkeit: Erfolgreiches Marketing hat absolut nichts mit BWL zu tun!

Und das ist der große Trugschluss: Marketing ist nicht BWL, nicht Statistik oder Erbsenzählerei (!). Marketing ist Philososphie, Germanistik, Anglistik, viel Soziologie und noch mehr Psychologie – gepaart mit ein wenig (angewandter) Statistik. Und nicht zuletzt: Erfolgreiches Marketing ist viel Lebenserfahrung, Klugheit, Cleverness und: Verkauf. Erfolgreiches Marketing ist immer auch Vertrieb und umgekehrt. Die Amerikaner machens und doch seit vielen Jahrzehnten vor.

Da drüben zählt allein das Ergebnis – der (messbare) Verkauf

Vielleicht nirgendwo sonst auf der Welt weiß man Resultate im Marketing so sehr zu schätzen wie in den USA. Hier wird man als Verkäufer zum Star, Super-Star, Pop-Star… „Selbst“ der Akademiker liebt es in den USA, zu verkaufen. Mit breiter Brust stellt der „Verkaufs-Psychologe“ dabei seine im Studium erworbenen Schlüsselqualifikationen zur Schau. Und hier bei uns? Ja, ja, lass den mal machen, den guten, alten Schuhverkäufer.

Mal ehrlich: Ein Verkäufer hat hierzulande doch selten einen besseren Ruf als jener Klinkenputzer mit dem Staubsauger. (Oder nehmen wir das Beispiel Verkaufstext: Für einen verkaufsfördernder Text – nicht mit Werbetext zu verwechseln – gehen in den USA etwa 10.000 bis 50.000 US-Dollar über den Tisch, hier sind es vielleicht 1000 bis 2000 Euro, wenn man Glück hat und überhaupt einen Interessenten findet)

Ihr Einspruch: Vor allem in der Werbung geht es doch um’s Image.

Image? Nur geträumt!

Davon träumen Sie wahrscheinlich wie so viele Ihrer Mitbewerber. Nein, Image können Sie nicht kaufen. Sie können es sich nur erarbeiten. Aber wozu den Aufstand proben? Warum überhaupt in Image investieren? Worum geht es? Um Ihr Ego oder darum, endlich Ihren Umsatz – vor allem online, wo es immer einfacher  wird – zu steigern und Ihre Marktposition auszubauen? Wenn Sie Werbung machen, dann geht es immer nur um das Eine: das Ergebnis, und das MUSS MESSBAR sein!

Immerhin – es gibt Lichtblicke im deutschen Online-Marketing

Und das sind keineswegs die ganz großen, in Deutschland prominenten Strategen und Agentur-Vertreter, die in so beliebten „PR-Magazinen“ wie die Werben & Verkaufen posen. Es sind in der Regel ehemalige Einzelkämpfer, die sich vor etwa fünf bis zehn Jahren aufmachten, dem deutschen Internet Marketing einen komplett neuen Anstrich zu verleihen…

Koste es, was es wolle: Die reisen viel in die USA, um ihr Online-Marketing ständig upzudaten, anstatt ihr Geld für einen protzenden Empfang zu verpulvern.

… Unabhängig und stets mit einem wachen Blick Richtung USA, der unbestrittenen Mutter und Seele des Online-Marketings. Den vielzitierten „Glaspalast“ – mit dem sich so viele Agenturen hierzulande oberflächlich zur Schau stellen – sucht man hier vergeblich. (Hand auf’s Herz: das ist einfach auch nicht mehr zeitgemäß, sondern einfach nur noch peinlich!)

Bei der neuen Generation Marketer (vor allem Online-Marketer und Texter 3.0) dominiert die Maxime der Vereinfachung von Internet Marketing-Prozessen, die wohl verinnerlicht sein wollen. Fortschritte, die vom Kunden aber vor allem zeitnah anwenbar sein müssen.

Yes – einige haben den Paradigmenwechsel 2.0/3.0/4.0 tatsächlich kapiert

Nein, die „Vorreiter“ im deutschen Internet & Social Media-Marketing sind keine großartigen Theoretiker. Sie haben in der Regel auch nicht den „kulturellen“ Background, den ich oben im Artikel so eifrig propagiere.

Aber: Sie hatten eine Vision, sie haben Sturm und Drang, weil sie die Riesenchance Internet – ja viel mehr noch einen epochalen Paradigmenwechsel heraneilen sahen. Und sie wussten sich zu helfen. … Die große Herausforderung Online-Marketing lautet nun: weitermachen. Auf dem Laufenden zu bleiben – koste es, was es wolle…

Mehr dazu könnt ihr hier beschnuppern.

 

PS: Es gibt natürlich noch weitere, in meinen Augen positive Erscheinungen im „deutsch-amerikanischen“ Online-Marketing, aber denen hier habe ich die Hand geschüttelt.

One Comment on “Entwicklungs-Deutschland Marketing-Kommunikation. Was steckt dahinter?

  1. Lieber Silvio,

    mit diesem Beitrag hast Du den Nagel wirklich auf den Kopf getroffen! Deutschland ist in dieser Hinsicht wirklich noch ein Marketing- Entwicklungsland. Es tut gut, zu sehen, dass Leute wie Du sich engagieren, um dies zu ändern!

    LG Tanja

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Kalender

Dezember 2017
M D M D F S S
« Jan    
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031