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Matt Cutts’ Tipps für das Such-Jahr 2014

Die PubCon gehört zu den international wichtigsten Konferenzen für SEO, Online Marketing und Social Media. Gerade hat sie ihre Tore wieder geschlossen, und nun häufen sich die Recaps, Video-Ausschnitte und Erfahrungsberichte über das Event.
Eines der Highlight der diesjährigen PubCon war zweifelsohne die Keynote von Anti-Webspam-Teamleiter Matt Cutts, der einen Rückblick auf das Such-Jahr 2013 und einen Ausblick auf die Trends und Schwerpunkte des kommenden Jahres gab.

 

Das Such-Jahr 2013

Im bisher bereits vergangenen Jahr 2013 setzte insbesondere das Anti-Webspam-Team unter Matt Cutts einige Änderungen um, die die Suche weltweit betrafen und für Gesprächsstoff unter Webmastern sorgten. Vor allem das Hummingbird-Update, zwei Penguin-Updates und Aktionen gegen nicht als Werbung gekennzeichnete und nicht mit dem Nofollow-Attribut versehene Links waren lang in aller Munde.
Vielleicht auch, um dem zunehmenden Druck durch Webmaster weltweit entgegen zu wirken, hat Google in diesem Jahr die Seite “How Search Works” gestartet, die einen umfassenden Einblick darüber gibt, wie die Google-Algorithmen ausgerichtet sind, wo sie ansetzen und wie Spam als solcher identifiziert wird.

Semantische Zusammenhänge statt wortgetreuer Suche

Die Graph Search zeigt dem Suchenden den so genannten Knowledge Graph, der zunehmend ausgebaut wird. Statt nur Links anzuzeigen, generiert Google eine Box mit Überblicksinformationen zum gesuchten Thema. Diese variieren, je nachdem, ob nach einer Person gesucht wurde, einem Roman, Film oder einer abstrakten Sache.

Beispiel eines Knowledge Graph am Beispiel von Matt Cutts

Über Matt Cutt selbst gibt es natürlich einen Knowledge Graph – Zumindest unter Google.com

Inzwischen wurde Google dahingehend weiterentwickelt, nicht nur die eingegebenen Keywords auszuwerten und mit dem Index abzugleichen, sondern semantische Zusammenhänge zu erkennen und entsprechende Schlüsse aus diesen zu ziehen. So lassen sich einerseits Kontexte erschließen und andererseits Folgefragen beantworten, ohne die Bezugsworte erneut eingeben zu müssen.

Matt Cutts liefert die folgenden Beispiele: Sucht man zunächst nach “China” und dann nach “Beijing”, ergibt sich der Zusammenhang “Hauptstadt von China”, der für weitere Suchanfragen zu Grunde gelegt werden kann. Sucht man zunächst nach “Premierminister der Türkei” und anschließend nur nach “Wie alt ist er?”, so erhält man das Alter des Premiers Erdogan, ohne seinen Namen eingegeben zu haben.

 

Hummingbird “is not gonna rock your world”

Hummingbird war das erste bekannte Update der Graph Search und wurde vielfach ausgewertet und besprochen. Cutts macht daher erneut klar, welche Idee eigentlich hinter dem Update steckte: Nutzt der Suchende für seine Suchanfrage nicht nur die wirklich relevanten Keywords (“Wetter in Texas”), sondern zusätzlich irrelevante Begriffe (“Wetter im wunderschönen Texas”), so wägt der Suchalgorithmus nun ab, welche Begriffe in der Suchanfrage tatsächlich wichtig sind und gibt diesen mehr Gewicht. Zuvor seien die Begriffe schlicht mit dem Index abgeglichen worden.

Die Aufregung, die das Hummingbird-Update (teils bereits vor dem tatsächlichen Roll-out) verursacht hat, kann Cutts nicht nachvollziehen und räumt sie daher mit dem lockeren Spruch “[Hummingbird] is not gonna rock your world” beseite. Tatsächlich habe Hummingbird nur dann einen spürbaren Effekt für Webmaster, wenn sie in besonders hohem Maße mit Longtail-Keywords arbeiteten.

 

Softe Penguin-Updates

Die beiden “Penguin”-Suchalgorithmus-Updates brachten einen vergleichsweise geringen Effekt mit sich, kokettiert auch Cutts. Das größere, erste Penguin-Update in diesem Jahr sei später mit einem kleineren nachjustiert worden – man wollte bewusst keinen großen Wirbel verursachen. Verstärkt habe man in diesem Jahr daran gearbeitet, die Suchergebnisse für besonders spam-reiche Keywords wie “payday loans” oder “car insurance” sauberer zu halten.

 

Aktionen gegen nicht gekennzeichnete Paid Links

Cutts betet es den Webmastern in seinen Videos regelrecht vor: Paid Links, auch in Advertorials, sollen als solche gekennzeichnet sein und mit einem Nofollow-Attribut versehen werden, so dass sie weder Linkjuice noch PageRank weiter geben. Wird diese Vorgabe nicht befolgt, wird Google böse: Wie Cutts berichtet, ist das Anti-Webspam-Team in diesem Jahr hart gegen ein Dutzend News-Seiten vorgegangen, welche weder Paid Links als solche gekennzeichnet noch sie mit dem Nofollow-Attribut versehen haben. Wie gewöhnlich, betont Cutts, dass Google generell kein Problem mit Advertorials und Native Advertising habe, wenn diese Werbung gekennzeichnet sei und das Nofollow-Attribut verwendet werde.

 

Cutts zur Zukunft der Suche

Nach diesem Abriss des Such-Jahres 2013, ging Cutts auf der PubCon auf die Zukunft der Suche ein. Wie immer, möchte Google seinen Such-Nutzern Mehrwert bieten und ihre Suchanfragen zufrieden stellen. Hier können auch Webmaster ansetzen, um ihre Seite weiter zu verbessern.

 

Mobile Suche nimmt weiter zu

Im vergangenen Jahr 2012 kamen 25% des gesamten Traffics auf YouTube von Smartphones, so Cutts. In einigen Ländern habe der mobile Traffic den von Desktop-Geräten bereits überholt – in anderen sieht man eine deutliche Tendenz in diese Richtung. Daher sollen Webmaster laut Cutts genau jetzt ihre Seite für die mobile Suche fit machen. Wichtig hierfür sei vor allem, wenn möglich auf Flash zu verzichten, da viele v.a. iOS-basierte Smartphones dieses nicht anwenden können, Formulare so anzupassen, dass sie Autocomplete verwenden und möglichst bedienfreundlich sind und den “above the fold”-Bereich nicht mit Werbung zu überladen.

Nicht nur aufgrund der steigenden Zahl mobiler Nutzer sei dies wichtig, sondern auch, da Google derzeit an einem Algorithmus arbeite, der an der User Experience ansetze.

 

Hacking, Porno, Authorship und JavaScript

In den kommenden sechs Monaten, so Cutts, arbeite Google vornehmlich an Änderungen, die die meisten Nutzer nicht spüren werden. So soll Hacking in Zukunft noch besser erkennbar sein, illegale Suchanfragen (z.B. nach Kinder-Pornos) weiter eingedämmt und die Qualität des Authorship verbessert werden. “Wenn Nutzer dir zuhören, weil du ein Experte bist, dann hört die Suchmaschine dir auch zu”, sagt Cutts sinngemäß.
Auf der technischen Seite stellt Cutts in Aussicht, dass Google “smarter” mit JavaScript-Elementen umgehen und auch indexieren wird können – dies war bisher eine große Hürde.

Ein PageRank Toolbar Update ist für das 2013 übrigens nicht mehr vorgesehen.

 

Das Video zu Cutts’ Keynote:

 

Zwischen den Zeilen: Woran Webmaster jetzt arbeiten sollten

Aus Cutts Keynote auf der PubCon lassen sich einige To Do’s für den Jahresendspurt entnehmen, die die eigene Seite gut ins kommende Jahr starten lassen:

  • Webseite für mobile Nutzer gut zugänglich machen: Möglichst kein Flash, Formulare anpassen (Autocomplete verwenden, HTML5-basierte Formulare nutzen, bei denen sich die Smartphone-Tastatur automatisch der Eingabeart anpasst), User Experience verbessern
  • Auf viel Werbung above the fold verzichten
  • Keine Sorgen um Auswirkungen des Hummingbird-Updates machen
  • Falls noch nicht geschehen, Authorship-Markup via Google+ verwenden
  • Wie immer: Mehrwert bieten, auf ein natürliches Backlinkprofil achten und auf spam-verdächtige Aktionen verzichten

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